Einleitung
Molly Sue Horn zählte 2026 zu den bewegendsten Newcomerinnen im deutschen ESC-Vorentscheid. Hinter ihrer strahlenden Bühnenpräsenz steht eine Geschichte voller gesundheitlicher Rückschläge: Die Frage nach Molly Sues Krankheit beschäftigt Fans seit ihrem Auftritt beim “Deutschen Finale 2026” ganz besonders, denn die 25-Jährige aus dem Ostseebad Laboe lebt seit ihrer Kindheit mit mehreren chronischen Erkrankungen. Mit ihrem autobiografischen Song “Optimist (Ha Ha Ha)” verarbeitete sie genau diese Erfahrungen und wollte damit das Ticket nach Wien lösen.
Dieser Artikel fasst alles zusammen, was zum Thema Molly Sue Krankheit öffentlich bekannt ist: ihre Biografie, die einzelnen Diagnosen im Detail, ihre Behandlung, ihre Botschaft an andere Betroffene sowie ihren Weg beim ESC 2026.
Wer ist Molly Sue Horn?
Molly Sue Horn stammt aus der kleinen Küstengemeinde Laboe an der Kieler Förde, nur wenige Kilometer nordöstlich von Kiel, der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins. Anders als die meisten anderen Finalist:innen des Deutschen Finales lebt und arbeitet sie nicht in Berlin, sondern ist ihrer norddeutschen Heimat treu geblieben, die für sie Anker und Kraftquelle zugleich ist. Der Strand von Laboe diente sogar als Drehort für ihr Musikvideo zu “Optimist (Ha Ha Ha)”.
Musikalische Karriere im Überblick:
- 2015: Mit 15 Jahren erreichte sie das Halbfinale von “The Voice Kids” im Team von ESC-Siegerin Lena Meyer-Landrut (Gewinnerin 2010), nachdem sie sich mit einem selbst gedrehten Badewannen-Video beworben hatte.
- 2018: Mit 17 Jahren nahm sie bei “Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) unter Coach Dieter Bohlen teil und überzeugte mit Coversongs wie “If I Go” von Ella Eyre.
- Parallel dazu: Aufbau einer Fangemeinde mit Zehntausenden Followern auf YouTube und Instagram durch Coverversionen von Künstlerinnen und Künstlern wie Lana Del Rey, Birdy, Michael Jackson, Amy Winehouse und Whitney Houston.
- 2026: Teilnahme am “Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026” mit dem Song “Optimist (Ha Ha Ha)”.
Molly Sue beim Deutschen Finale 2026
Am 28. Februar 2026 trat Molly Sue beim “Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026” in Berlin an. Die dreistündige Show lief ab 20:15 Uhr im Ersten und wurde parallel im Livestream der ARD-Mediathek übertragen. Moderiert wurde der Abend von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger; als Stargast trat ESC-Legende Paola Felix auf.
Gemeinsam mit acht weiteren Acts kämpfte Molly Sue live um das Ticket zum großen ESC-Finale am 16. Mai 2026 in Wien. Zu den Mitbewerber:innen zählten unter anderem:
- Sarah Engels (33) mit dem Popsong “Fire” über Selbstbefreiung und Stärke – bekannt wurde sie 2011 durch DSDS, wo sie hinter ihrem damaligen Freund Pietro Lombardi Zweite wurde.
- BELA mit “Herz”, einem Song über Liebe und Selbstzweifel.
- Laura Nahr mit “Wonderland”, einem Song übers Erwachsenwerden.
- Ragazzki, das einzige Duo im Teilnehmerfeld, mit dem Italo-Disco/Polska-Pop-Song “Ciao Ragazzki”.
Die Entscheidung fiel in zwei Schritten: Eine internationale Jury aus 20 Ländern bestimmte zunächst drei Favoriten, zwischen denen anschließend das Publikum per Voting entschied, wer Deutschland beim ESC 2026 im Wiener Stadthalle vertreten durfte.
Molly Sue Krankheit: Die Diagnosen im Überblick
Die gesundheitliche Geschichte hinter Molly Sues Krankheit erstreckt sich über zehn Jahre und umfasst mehrere Diagnosen:
| Jahr | Diagnose | Kurzbeschreibung |
| Mit 15 Jahren | Schwere Schädigung der Hüfte | Erste größere gesundheitliche Diagnose in ihrer Jugend |
| 2020 | Endometriose | Gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter |
| 2020 | Adenomyose | Verwandte Erkrankung, Gewebe wächst in die Gebärmuttermuskulatur |
| 2024 | Ehlers-Danlos-Syndrom (EDS) | Genetische Bindegewebserkrankung, macht Gelenke instabil |
Was ist Endometriose?
Endometriose ist eine chronische, häufig unterschätzte Erkrankung, bei der sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter ansiedelt – etwa an Eierstöcken, Eileitern oder im Bauchraum. Sie kann starke, oft zyklusabhängige Schmerzen verursachen und wird in der Öffentlichkeit trotz ihrer Häufigkeit noch immer zu wenig thematisiert.
Was ist Adenomyose?
Adenomyose ist eng mit der Endometriose verwandt: Hier wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe direkt in die Muskelschicht der Gebärmutter hinein. Das kann zu starken Schmerzen und Blutungen führen. Laut Molly Sues eigenen Angaben kann die Adenomyose zudem die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Was ist das Ehlers-Danlos-Syndrom (EDS)?
Das Ehlers-Danlos-Syndrom ist eine genetisch bedingte Bindegewebserkrankung, die die Gelenke instabil macht. Betroffene leiden häufig unter Überbeweglichkeit der Gelenke, chronischen Schmerzen und einem erhöhten Verletzungsrisiko. Bei Molly Sue wurde diese Diagnose erst 2024 gestellt – vergleichsweise spät, was bei EDS aufgrund der unspezifischen Symptome keine Seltenheit ist.
Wie beschreibt Molly Sue ihre Symptome?
In Interviews mit Bild beschrieb Molly Sue, wie stark sie diese Kombination aus Erkrankungen im Alltag einschränkt: Die Symptome führen bei ihr zu extremen Schmerzen, körperlicher Schwäche und teils sogar zu Ohnmachtsanfällen. Diese unsichtbaren Beschwerden stehen im deutlichen Kontrast zu ihrer positiven, energiegeladenen Bühnenpräsenz – ein Widerspruch, den sie bewusst in ihrer Musik thematisiert.
Wie behandelt Molly Sue ihre Krankheit?
Gegen die Beschwerden setzt die Sängerin auf eine Kombination verschiedener Therapieformen:
- Operationen zur Behandlung akuter Beschwerden
- Schmerztherapien gegen die chronischen Schmerzen
- Hormontherapien, unter anderem eine Hormonspirale, die ihre Regelblutungen verhindern soll
Trotz dieser andauernden Belastung beschreibt Molly Sue Musik als ihren Kompass in stürmischen Zeiten – als Ventil und Kraftquelle zugleich. Auch ihre Familie unterstützt sie eng, etwa bei den Dreharbeiten zu ihrem Musikvideo unter widrigen, eisigen Bedingungen am Strand von Laboe.
“Optimist (Ha Ha Ha)”: Wie Molly Sue ihre Krankheit musikalisch verarbeitet
Mit ihrem ESC-Beitrag “Optimist (Ha Ha Ha)”, einer Powerpop-Ballade, verwandelt Molly Sue ihre Krankengeschichte in Musik mit Substanz. Der Song erzählt davon, dass man Menschen von außen nicht ansehen kann, wie es ihnen wirklich geht: Jemand kann positiv, stark und lebensfroh wirken – und trotzdem gleichzeitig chronisch krank sein, Schmerzen haben oder mit inneren Kämpfen leben.
Gegenüber Bild erklärte sie außerdem, dass sie in ihren Songs ihre eigene Gefühlswelt verarbeite, in der Hoffnung, damit Menschen zu erreichen, denen es ähnlich geht.
Molly Sue will mit ihrer Geschichte aufklären
Für Molly Sue ist das Thema ihrer eigenen Krankheit mehr als eine private Belastung. Sie möchte die große ESC-Bühne bewusst nutzen, um über Endometriose, Adenomyose und das Ehlers-Danlos-Syndrom aufzuklären und anderen Betroffenen eine öffentliche Stimme zu geben. Damit reiht sie sich in eine wachsende Zahl öffentlicher Personen ein, die offen über unsichtbare chronische Erkrankungen sprechen und so das gesellschaftliche Bewusstsein für diese oft missverstandenen Krankheitsbilder schärfen.
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Häufig gestellte Fragen zu Molly Sue Krankheit
Molly Sue Horn lebt mit mehreren chronischen Erkrankungen: einer schweren Hüftschädigung (festgestellt mit 15 Jahren), Endometriose und Adenomyose (beide diagnostiziert 2020) sowie dem Ehlers-Danlos-Syndrom (diagnostiziert 2024), einer genetischen Bindegewebserkrankung.
Ihre gesundheitlichen Probleme reichen bis in ihre Kindheit und Jugend zurück – die erste schwere Diagnose (Hüftschädigung) erhielt sie bereits mit 15 Jahren, die letzte (EDS) im Jahr 2024.
Nach eigenen Angaben führen ihre Erkrankungen zu extremen Schmerzen, körperlicher Schwäche und teils Ohnmachtsanfällen, wodurch sie im Alltag stark eingeschränkt ist.
Sie setzt auf eine Kombination aus Operationen, Schmerztherapien, Hormontherapien und einer Hormonspirale.
Ja, laut Molly Sues eigenen Angaben kann die Adenomyose zusätzlich zu den Schmerzen auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Bei der Endometriose siedelt sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter an, bei der Adenomyose wächst dieses Gewebe direkt in die Muskelschicht der Gebärmutter hinein. Beide Erkrankungen können ähnliche Schmerzsymptome verursachen.
Mit ihrem ESC-Beitrag “Optimist (Ha Ha Ha)” verarbeitet sie ihre persönlichen Erfahrungen mit chronischer Krankheit musikalisch und möchte damit anderen Betroffenen Mut machen.
Ja. Sie möchte die ESC-Bühne bewusst nutzen, um über Endometriose und das Ehlers-Danlos-Syndrom aufzuklären und Betroffenen eine öffentliche Stimme zu geben.
Sie war eine von neun Acts beim “Deutschen Finale 2026” am 28. Februar in Berlin, bei dem eine internationale Jury drei Favoriten bestimmte, über die anschließend das Publikum abstimmte.
Zu den weiteren Acts zählten unter anderem Sarah Engels (“Fire”), BELA (“Herz”), Laura Nahr (“Wonderland”) und das Duo Ragazzki (“Ciao Ragazzki”).
Fazit
Das Thema Molly Sue Krankheit zeigt eindrucksvoll, wie die Sängerin aus Laboe trotz jahrelanger gesundheitlicher Rückschläge ihren Weg auf die große ESC-Bühne gefunden hat. Zwischen Hüftschädigung, Endometriose, Adenomyose und Ehlers-Danlos-Syndrom hat Molly Sue gelernt, ihre Erfahrungen in Musik zu verwandeln und daraus Kraft zu schöpfen. Mit “Optimist (Ha Ha Ha)” gibt sie nicht nur ihrer eigenen Geschichte eine Stimme, sondern auch vielen anderen Menschen, die mit unsichtbaren chronischen Krankheiten leben. Ihre Botschaft von Stärke trotz Krankheit hat bereits viele Menschen berührt – unabhängig davon, wie weit ihr ESC-Traum sie am Ende trägt.
